Über Blattmenge und Ziehzeit

Die Vielfalt an Teesorten bringt es mit sich, dass es auch eine ganze Rei­he unter­schiedlich­er Zubere­itungsarten gibt. Die richtige Wassertem­per­atur, die genaue Teemenge und Ziehdauer – der Genießer weiß die per­fek­te Zubere­itung regel­recht zu zele­bri­eren. Aber Sie dür­fen es sich auch ein­fach­er machen und aus­pro­bieren, welche Teemenge und Ziehzeit Ihren indi­vidu­ellen Liebling­stee her­vor­bringt. Schon bald haben Sie die Zubere­itung verin­ner­licht und brauchen sich über die genaue Vorge­hensweise keine Gedanken mehr zu machen.

Hier erhal­ten Sie einige grundle­gende Hin­weise zu den einzel­nen Teesorten.

Grüner Tee / Japan-Tee / Weißer Tee

Grüner Tee / Japan Tee / Weißer Tee
Zubereitung

Für diesen Tee emp­fiehlt sich eine Aufgieß-Tem­per­atur von 80 bis 90°C, für einige Teesorten  (z.B. Sen­cha) noch niedriger. Dafür das frische Wass­er kurz aufkochen und vor dem Übergießen der Blät­ter herun­terkühlen lassen. Je nach Sorte und Stärke benöti­gen Sie für 1 Liter Wass­er in der Regel 3 bis 5 Ess­löf­fel Tee­blät­ter. Die Ziehdauer beträgt etwa 2 bis 4 Minuten.

Grün­er Tee kann bis zu drei mal aufgegossen wer­den, wobei die Blät­ter zwis­chen­durch nicht aus­trock­nen dür­fen. In Japan heißt es: „Der erste Auf­guss ist bit­ter wie das Leben, der zweite stark wie die Liebe und der dritte san­ft wie das Alter“. Lesen Sie hier mehr über Grü­nen, Japan und Weißen Tee.

Matcha

Matcha — Zubereitung

Für die Zubere­itung von Matcha-Tee geben Sie etwa 1/2 Teelöf­fel (entspricht etwa 2 Bam­bus­löf­feln) des Pul­vers in eine Matcha-Schale. Kochen Sie das Wass­er frisch auf und lassen es auf etwa 80°C abkühlen. Anschließend den Tee mit etwa 80 ml Wass­er übergießen und mit einem Bam­bus­be­sen (japanisch: „Cha-sen“) etwa 15 Sekun­den auf­schla­gen. Es entste­ht ein fes­ter Schaum an der Ober­fläche, der charak­ter­is­tisch ist für Matcha-Tee. Lesen Sie hier mehr über Matcha-Tee.

Oolong

Oolong — Zubereitung

Für die Zubere­itung kochen Sie das Wass­er kurz auf und übergießen die Blät­ter mit dem nicht mehr sprudel­nden Wass­er (entspricht etwa 75 bis 90 °C). Lassen Sie den Tee 3 bis 5 Minuten ziehen.

Wer es bei der Zubere­itung genauer nimmt, über­brüht die losen Tee­blät­ter mit nicht mehr sprudel­nden Wass­er und gießt das Wass­er sofort wieder ab. Nach­dem die Blät­ter etwa 1 Minute geruht haben, wer­den sie erneut aufgegossen und 2 bis 4 Minuten ziehen gelassen. Anschließend den Tee absei­hen. Lesen Sie hier mehr über Oolong Tee.

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee — Zubereitung

 

Für die Zubere­itung von Schwarz­tee übergießen Sie die Blät­ter mit frisch aufgekochtem Wass­er. Üblich sind ein gestrich­ener Teelöf­fel pro Tasse, ab fünf Tassen ein zusät­zlicher Löf­fel für die Kanne. Zum Ziehen sollte die Kanne abgedeckt wer­den. Je leichter der Tee, desto kürz­er sollte die Ziehzeit sein. Dar­jeel­ing etwa braucht nur 2 bis 4 Minuten. Malzig kräftiger Assam hinge­gen darf gerne 5 Minuten ziehen.

Grund­sät­zlich gilt: Nach kurz­er Ziehdauer wirkt Schwarz­er Tee durch das in ihm enthal­tene Kof­fein anre­gend. Zieht der Tee länger, verbindet sich das Kof­fein immer stärk­er mit den Gerb­stof­fen des Tees, so dass die anre­gende Wirkung mehr und mehr nach­lässt. Nach mehr als 5 Minuten Ziehdauer kann Schwarz­tee allerd­ings auch bit­ter wer­den. Lesen Sie hier mehr über Schwarzen Tee.

Pu Erh Tee

Pu Erh Tee — Zubereitung

Bei der Zubere­itung von Pu Erh Tee gilt es zu beacht­en, dass die Blät­ter vor dem eigentlichen Auf­brühen „gewaschen“ wer­den soll­ten. Hier­für übergießen Sie für einen Liter Pu Erh Tee etwa 10 bis 12 Gramm der Blät­ter mit etwa ¼ Liter heißem Wass­er (z.B. in einem Sieb) und schüt­teln die Blät­ter hin­ter­her kurz ab. Anschließend kann der Tee in der Kanne mit kochen­dem Wass­er aufgegossen wer­den. Den Tee etwa 3 bis 5 Minuten ziehen lassen. Die Pu Erh Blät­ter kön­nen mehrmals aufgegossen wer­den.  Lesen Sie hier mehr über Pu Erh Tee.

Kräutertee

Kräutertee — Zubereitung

Kräuter­tee lässt sich ohne Aufwand zubere­iten. Sie benöti­gen für einen Liter Tee etwa 12 bis 18 Gramm Kräuter­tee­blät­ter, je nach Sorte und Geschmack auch etwas mehr oder weniger. Die Blät­ter mit kochen­dem Wass­er übergießen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Während der Ziehzeit sollte der Tee abgedeckt wer­den, damit die ätherischen Öle nicht über den Wasser­dampf entwe­ichen kön­nen. Lesen Sie hier mehr über Kräuter­tee.

Ayurveda

Ayurveda — Zubereitung

Sie benöti­gen für einen Liter Tee etwa 12 bis 18 Gramm Tee, je nach Sorte und Geschmack auch etwas mehr oder weniger. Den Tee mit kochen­dem Wass­er übergießen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Während der Ziehzeit sollte der Tee abgedeckt wer­den, damit die ätherischen Öle nicht über den Wasser­dampf entwe­ichen kön­nen. Bitte beacht­en Sie, dass je nach Ziehzeit das eine oder andere Gewürz in den Vorder­grund treten kann. Lesen Sie hier mehr über Ayurve­da.

Lapacho

Lapacho

Lapacho — Zubereitung

Für die Zubere­itung von Lapa­cho-Tee einen Liter Wass­er in einem Topf zum Kochen brin­gen. Einen Ess­löf­fel der Rinde hineingeben und 5 Minuten bei mäßiger Hitze köcheln lassen. Anschließend zugedeckt 20 Minuten ziehen lassen. Sie kön­nen ihn nach Belieben mit Zuck­er oder Honig süßen. Lesen Sie hier mehr über Lapa­cho-Tee.

Mate

Mate — Zubereitung

Wer einen Mate-Bech­er aus Holz oder Kür­bis ver­wen­den möchte, sollte vor dem ersten Genuß Fol­gen­des beacht­en: Den ersten Mate-Tee 1 Tag im Bech­er ste­hen lassen und anschließend weg­gießen. Dadurch wird dem Behält­nis der holzige Geschmack ent­zo­gen und die Poren des Holzes geschlossen. Sie kön­nen diesen Vor­gang auch ein zweites Mal wieder­holen.

Nun kön­nen Sie den Tee für Ihren Genuß zubere­iten. Dafür den Mate-Bech­er bis zur Hälfte mit den Tee­blät­tern füllen. Zuerst etwas kaltes Wassers über die Blät­ter geben und 2 Minuten ste­hen lassen. Dadurch entwe­icht die Luft aus den Blät­tern. Anschließend mit ca 80°C heißem Wass­er aufgießen. Den Mate-Trinkhalm (Bom­billa) schräg in den Bech­er stellen, so dass das Sieb am Boden ste­ht. Bis zu ein­er Ziehzeit von 5 Minuten wirkt das Kof­fein im Mate-Tee anre­gend. Bei län­gerer Ziehzeit tritt die beruhi­gende Wirkung der Gerb­stoffe in den Vorder­grund.

Falls Sie keine Kale­basse und Bom­billa zur Hand haben, über­brühen Sie für die Zubere­itung einen Teelöf­fel Mate mit 200 ml Wass­er von 80°C Tem­per­atur in einem Tee­glas oder Bech­er, lassen Sie den Tee 5 Minuten ziehen und sei­hen ihn dann ab.

Tipp: Im Som­mer ist der kalte Mate­sud ein ide­ales Erfrischungs­getränk und kann mit Minze ver­fein­ert wer­den.

Mate-Tee kann nach Belieben oft aufgegossen wer­den. Der Geschmack und die Wirkung des Kof­feins wer­den mit der Zeit schwäch­er. Die wohltuende Wirkung des Tees bleibt. Lesen Sie hier mehr über Mate-Tee.

Rooibos

Rooibostee — Zubereitung

Die Zubere­itung von Rooi­bostee ist unkom­pliziert. Ver­wen­den Sie kochen­des Wass­er zum Über­brühen des Tees und lassen Sie ihn gerne 7 bis 10 Minuten ziehen. Auf­grund seines gerin­gen Gerb­stof­fan­teils behält der Rooi­bostee seine typ­is­che Süße auch bei län­gerer Ziehzeit. Der Tee schmeckt heiß und kalt und ist der ide­ale Durstlösch­er. Lesen Sie hier mehr über Rooi­bos Tee.

Früchtetee

fruechtetee

Früchtetee — Zubereitung

Für einen Liter Tee soll­ten Sie etwa 15 bis 20 Gramm der Früchtemis­chung mit kochen­dem Wass­er über­brühen. Je nach Sorte und per­sön­lichem Geschmack den Tee 10 bis 12 Minuten ziehen lassen. Zieht er länger, löst sich je nach Sorte weit­erer Fruchtzuck­er, so dass nach­süssen über­flüs­sig wird. Lesen Sie hier mehr über Früchte­tee.

Eistee-Grundrezept

Eistee-Grundrezept

Rezept für 1 Liter Eis­tee:

Zutat­en:
15 — 20 g Früchte­tee (aus­re­ichend für 1 Liter fer­ti­gen Tee)
0,5 l kochen­des Wass­er
1 l Eiswür­fel

Geben Sie den Früchte­tee in ein Teesieb, gießen Sie ihn mit dem kochen­den Wass­er auf und lassen ihn 10 bis 12 Minuten ziehen. Füllen Sie eine 1-Liter-Kanne mit den Eiswür­feln und gießen den fer­ti­gen Tee auf die Eiswür­fel.

Der Tee kühlt schla­gar­tig ab und kann sofort getrunk­en wer­den — ohne lästige Wartezeit.

Pro­bieren Sie dieses Rezept auch mit unseren anderen Teesorten. Die Men­ge­nangaben ent­nehmen Sie bitte unseren Tee-Etiket­ten. Sehr leck­er ist beispiel­sweise auch Schwarz­tee (z. B. Earl Grey) mit Zitro­nen– oder Limet­ten­scheiben. Schwarze und grüne Tees bit­tern durch das Abschreck­en nicht nach und wer­den nicht trüb!

 

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