Kaffee des Monats 2016

September 2016 – Äthiopien Harrar Longberry (sundried)

Ein trocken (sundried) aufbereiteter äthiopischer Kaffee mit der Einstufung (Bezeichnung) „Longberry“. Das bedeutet, dass die Bohnen größer sind als seine Namensverwandten die Harrar „Shortberrys“ oder der Harrar „Mokka“. Aktuell gibt es eine angeregte Diskussion darüber, ob die Größe der Bohnen den Geschmack des Kaffees beeinflusst. Wir sind der Meinung, dass Kaffees mit dem Screen 15up (also größer oder gleich Screen 15) die besten Ergebnisse in die Tasse bringt.

Während einige äthiopische Kaffees wie der Yirgacheffe oder der Sidamo nass (voll gewaschen) aufbereitet werden und klare Aromenstrukturen (wie Zitrus und Blumen) aufweisen, sind die Harrars sehr unterschiedlich – fast wild. Die trockene Aufbereitung dauert zwar länger und ist unregelmäßiger als die gewaschene, sorgt aber hier für eine Verbesserung der Komplexität. Der Harrar beeindruckt durch einen vollen Körper und Nuancen von Waldbeeren und Zartbitterschokolade. Er eignet sich hervorragend als Basis für den Cappuccino, als Espresso oder für den Filter. Wir empfehlen ihn mit mittlerer bis minderer Temperatur aufzubrühen, also 88 bis 92 °C.

August 2016 – Brasilien Santa Rita (Microlot Bob-o-Link)

Der Kaffee der Fazenda Santa Rita ist ein Microlot der Produzentengemeinschaft Bob-o-Link. Er stammt aus der Region Minas Gerais in Brasilien, genauer von einem Anbaugebiet nahe der Stadt Mococa. Marcos setzt beim Anbau dieses Kaffees auf die bekannten Varietäten Bourbon und Mundo Novo, die sich durch eine sehr hohe Tassenqualität und konstante Erträge auszeichnen.

Der Brasilien Santa Rita (FAF) ist Bio-zertifziert und beeindruckt mit einer typisch brasilianischen, schokoladig-nussigen Charakteristik. Ein kraftvoller und reiner Kaffee. Ideal für den Vollautomaten oder den Siebträger (die Espressomaschine).

Das Projekt Bob-o-Link ist eine Gemeinschaft von benachbarten Farmerfamilien in den Bergen hinter Sao Paulo. Die angestrebten Ziele der Gemeinschaft sind ein soziales Miteinander, Umweltschutz, Qualität und Wirtschaftlichkeit.

Juli 2016 – Brasilien Fazendas Dutra (pulped natural)

Dieser Kaffee besticht durch seine Komplexität, eine Kombination von fruchtigen und würzigen Nuancen. Eine sehr reine intensive Tasse Kaffee mit einer honigartigen Süße.

Brasilien ist das größte Kaffee produzierende Land der ganzen Welt mit einem Anteil von mehr als 33 % (1/3) der Weltproduktion! Hier gibt es eine ganze Palette verschiedener Kaffees, verschiedener Geschmäcker und Varietäten. Ganz grob läßt sich sagen, dass wir mit einem brasilianischen Kaffee eher nussige, würzige und schokoladige Noten verbinden. Das trifft genau den Geschmack der Deutschen und macht dementsprechend den brasilianischen Kaffee in Deutschland sehr beliebt.

Juni 2016 – Kolumbien Hacienda El Encanto Tipico

Das besondere an diesem Kaffee ist, dass es sich um eine sortenreine Varietät handelt – einen Tipica. Er begeistert durch seine sehr filigrane Charakteristik und florale Noten. Der Hacienda El Encanto Tipica ist besonders rein in seiner Tassenqualität. Die Aromen sind klar definiert. Mundgefühl und Körper sind eher leicht bis mittelkräftig (je nach Dosierung). Wir empfehlen diesen Kaffee besonders für Filterverfahren. Aber auch für den Vollautomaten ist er gut geeignet. Hier ist er sehr weich und eher mild. Sein Aromenprofil kommt schön zur Geltung. Wir fanden ihn schön balanciert, Säure und Bitterkeit waren spürbar vorhanden, machen diesen Kaffee lebendig und einfach rund. Die Charakteristik war schokoladig und leicht fruchtig (Cassis & Orange).

Mai 2016 – Indonesien / Sumatra Orang-Utan Projektkaffee

Die Orang-Utans stehen wie viele von Ihnen sicher wissen, vor der Ausrottung. Die Heimat unserer nahen Verwandten, der tropische Regenwald auf Sumatra wird von internationalen Firmen auf der Jagd nach Tropenholz und Plantagenland abgeholzt. Mit Ihrer Unterstützung können wir etwas dagegen tun!

Der Orang-Utan-Kaffee stammt ausschließlich von Kleinbauernfamilien, die ihre Kaffeegärten ökologisch bewirtschaften und sich verpflichten, den Regenwald, seine Tiere und Pflanzen zu schützen. Im Gegenzug erhalten die Familien eine Prämie von 0,50 € pro kg Rohkaffee. Mit einer weiteren Prämie von 0,50 € pro kg Rohkaffee fördern wir das Sumatra Orang-Utan-Schutzprogramm. So erhalten die Menschen vor Ort eine echte Alternative zum Abholzen der Regenwälder oder dem Palmölverkauf – nämlich leckeren Kaffee anzubauen.  Die Bedingungen in Indonesien sind dafür perfekt! Aufgrund des Nebels und der Feuchtigkeit der Regenwälder, erhalten die Arabica Bohnen des Orang-Utan-Kaffees ihr tiefes, köstliches Aroma mit feinen Noten von Süßholz und Zartbitter-Schokolade.

April 2016 – Äthiopien Bench Maji Aman (Waldgebiet nahe dem Omo-Nationalpark)

Der Äthiopien Bench Maji Aman wächst in einer natürlichen Vegetation, einem Waldgebiet, das an den Omo-Nationalpark grenzt. Die Pflanzenkultivierung ist eine Mischung aus wild wachsenden Kaffeesträuchern, die unter besonderer Sorgfalt der Waldstruktur mit zusätzlichen Kaffeepflanzen ergänzt wird. Gewaschen und in der Sonne getrocknet hat der Kaffee ein typisch afrikanisch würziges Aroma bei einem mittleren Körper. Er ist ausgewogen, hat eine feine Säure mit einem feinen Zitrusaroma und einer leichten Schokoladennote. Äthiopien gilt als die Wiege des Kaffees. In einzelnen Regionen ist heute noch in bewundernswerter Vielfalt „wilder“ Kaffee zu finden.

März 2016 – Indien Yellikodige Estate Aldur Region Chikmagalurs (Direktimport)

Wir freuen uns sehr Ihnen den Indien Yellikodige Estate als Kaffee des Monats März anbieten zu dürfen! Dieser biozertifizierte Arabica überzeugt durch seinen runden kräftigen Geschmack, wenig Säure und durch einen hervorragenden Körper. Ein Geschmack, der angenehm lange auf dem Gaumen verweilt.

Yellikodige Estate erstreckt sich auf 61 Hektar in einer Höhe von 1.150 m in der Aldur Region Chikmagalurs im Distrikt Karnataka in Indien. Das Anwesen ist mehr als ein Jahrhundert alt. Der Gründer der Farm C. H. Gofrei hat den Kaffee während der Kolonialzeit direkt von der Farm nach London gesendet. Der Ornithologe und Umweltschützer K. R. Sethna erwarb 1973 das Anwesen und stellte mit diesem fachlichen Hintergrund innerhalb von ca. 15 Jahren das Anwesen völlig auf organischen Anbau um.

Februar 2016 – Äthiopien Wallagga Hennna Anfilo washed

Diese Rarität kommt aus der Gegend von Anfilo, einer bergreichen Region von Wällägga. Dort wird der Kaffee seit mehr als 500 Jahren in ursprünglicher (genetischer) Form (meist wildwachsend) angebaut und sorgfältig aufbereitet.

Unser Ansprechpartner dort ist die Kooperative Cueillette, in der sich etwa 100 Kleinbauern zusammgeschlossen haben. Es sind meist kleine Pflanzungen von etwa 2 bis 10 Hektar, deren Farmer sich auf den Anbau von Spitzenkaffees spezialisiert haben. Kaffee aus den Regenwäldern Äthiopiens ist für seinen würzigen Geschmack bekannt. In diesem Kaffee finden wir aber auch außergewöhnliche Aromen von Schokolade sowie florale (blumige) Noten.