Pu Erh

Aus den Blättern des Assam Teestrauchs

Der Pu Erh Tee verdankt seinen Namen der gleichnamigen Stadt in der chinesischen Provinz Yunnan. Dieser Tee aus alten Zeiten wurde zur besseren Transportfähigkeit gepresst. Die wichtigste Eigenschaft dieser Sorte ist ihre mit wachsendem Alter zunehmende Qualität, ganz im Gegensatz zu den übrigen Teearten.

Der Pu Erh Tee entsteht aus Blättern des Assam-Teestrauchs (Camellia sinensis Var. Assamica). Dazu werden die Blätter vor Ort ein erstes Mal oxydiert, später dann gepresst, anschließend folgt eine längere Fermentierung. Der Pu Erh-Tee ist Bestandteil der chinesischen Pharmakopöe (Arzneibuch) und soll die Verdauung erleichtern. Im Westen kennt man diesen Tee als Fettburner. Er soll die stärkste Wirkung erzielen bei der Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Übergewicht. Er reinige die Leber und soll sogar antibakterielle Eigenschaften haben und somit unser Verbündeter in der Abwehr von Infektionen sein. Und schließlich hilft er beim Ausgleich des Ying und Yang-Ungleichgewichts.

Junge Pu Erh Tees schmecken nach Kampfer und nach Trockenfrüchten mit einer Sencha-Note, manchmal sind sie auch leicht bitter. Der Geschmack von alten Pu Erh Sorten ist nicht einheitlich und kann sich mit der Zeit weiter entfalten. So bleiben die Aromen von Kampfer, Gewürzen und Früchten, aber der Gaumen kann manchmal auch persönlichere Noten ausmachen, die unsere Erinnerungen wachrufen, z.B. an Spaziergänge im Unterholz oder den Geruch im Keller Ihres Großvaters. Ein alter Pu Erh Tee (10 Jahre und älter) verströmt einen starken und vielschichtigen Genuss, der lange Zeit nachgeschmeckt wird. Diese Sorte kann bis zu 20 Jahre verwahrt werden und ist auch zum Wiederaufguss geeignet.