Pu Erh

Aus den Blät­tern des Assam Teestrauchs

Der Pu Erh Tee ver­dankt seinen Namen der gle­ich­nami­gen Stadt in der chi­ne­sis­chen Prov­inz Yun­nan. Dieser Tee aus alten Zeit­en wurde zur besseren Trans­port­fähigkeit gepresst. Die wichtig­ste Eigen­schaft dieser Sorte ist ihre mit wach­sen­dem Alter zunehmende Qual­ität, ganz im Gegen­satz zu den übri­gen Teeart­en.

Der Pu Erh Tee entste­ht aus Blät­tern des Assam-Teestrauchs (Camel­lia sinen­sis Var. Assam­i­ca). Dazu wer­den die Blät­ter vor Ort ein erstes Mal oxy­diert, später dann gepresst, anschließend fol­gt eine län­gere Fer­men­tierung. Der Pu Erh-Tee ist Bestandteil der chi­ne­sis­chen Phar­makopöe (Arzneibuch) und soll die Ver­dau­ung erle­ichtern. Im West­en ken­nt man diesen Tee als Fet­tburn­er. Er soll die stärk­ste Wirkung erzie­len bei der Bekämp­fung von Herz-Kreis­lauf-Erkrankun­gen sowie Übergewicht. Er reinige die Leber und soll sog­ar antibak­terielle Eigen­schaften haben und somit unser Ver­bün­de­ter in der Abwehr von Infek­tio­nen sein. Und schließlich hil­ft er beim Aus­gle­ich des Ying und Yang-Ungle­ichgewichts.

Junge Pu Erh Tees schmeck­en nach Kampfer und nach Trock­en­frücht­en mit ein­er Sen­cha-Note, manch­mal sind sie auch leicht bit­ter. Der Geschmack von alten Pu Erh Sorten ist nicht ein­heitlich und kann sich mit der Zeit weit­er ent­fal­ten. So bleiben die Aromen von Kampfer, Gewürzen und Frücht­en, aber der Gau­men kann manch­mal auch per­sön­lichere Noten aus­machen, die unsere Erin­nerun­gen wachrufen, z.B. an Spaziergänge im Unter­holz oder den Geruch im Keller Ihres Groß­vaters. Ein alter Pu Erh Tee (10 Jahre und älter) ver­strömt einen starken und vielschichti­gen Genuss, der lange Zeit nachgeschmeckt wird. Diese Sorte kann bis zu 20 Jahre ver­wahrt wer­den und ist auch zum Wieder­auf­guss geeignet.

Rooibos

Das Nation­al­getränk Südafrikas

Das Nation­al­getränk Südafrikas wird haupt­säch­lich in den Cedar­ber­gen nördlich von Kap­stadt pro­duziert. Das son­nige Kli­ma des Lan­des eignet sich opti­mal für den Anbau von Rooi­bostee. Rooi­bos wird nor­maler­weise – wie Schwarz­er Tee – nach der Ernte einem Fer­men­ta­tion­sprozess unter­zo­gen. Unterbleibt dieser Prozess vor dem Trock­nen, erhält man den so genan­nten grü­nen Rooi­bos, der sich durch einen milderen, leichteren Geschmack ausze­ich­net.

Da Rooi­bostee wed­er Kof­fein noch einen hohen Gerb­stof­fan­teil hat, eignet er sich sehr gut, um den täglichen Flüs­sigkeits­be­darf zu deck­en. Sie kön­nen Rooi­bos pur oder auch in inter­es­san­ten Mis­chun­gen mit Frücht­en, Kräutern und Aromen genießen.

Oolong

So leck­er schmeckt die gold­ene Mitte

Manch­mal ist der Mit­tel­weg ganz ein­fach der leck­er­ste. Das bestäti­gen auf jeden Fall die Anhänger des Oolong-Tees, der sowohl geschmack­lich als auch in der Her­stel­lung einen Kom­pro­miss zwis­chen Schwarzem und Grünem Tee darstellt.

Die Kun­st des per­fek­ten Tim­ings

Über­set­zt heißt „Oolong“ „Schwarz­er Drache“ oder „Schwarze Schlange“. Ein­er Leg­ende nach ver­schreck­te ein Rep­til einen Teep­flanz­er bei der Kon­trolle der trock­e­nen Blät­ter. Als er nach Tagen den Mut fasst, zu seinen Pflanzen zurück­zukehren, befan­den sich deren Blät­ter im per­fek­ten Fer­men­ta­tion­ssta­di­um. Das Ergeb­nis: ein faszinieren­des Getränk.

Im wahren Leben entste­ht Oolong durch eine exakt begren­zte Fer­men­ta­tions­dauer. Sie ist länger als beim Grün­tee und kürz­er als beim Schwarz­tee. Es gilt als hohe Kun­st, den per­fek­ten Zeit­punkt an der Kupfer­fär­bung der Blät­ter abzule­sen und den Fer­men­ta­tion­sprozess durch Dämpfen oder Rösten zu stop­pen. Auch im Kof­feinge­halt bewegt sich Oolong zwis­chen den anderen bei­den Teesorten. Sein Aromen­spek­trum erstreckt sich von fruchtig und blu­mig bis malzig kräftig. Kom­biniert mit Kräutern ergeben sich viele leckere Geschmacksvari­anten. Und auch kalt genossen, z.B. als Eis­tee, erfreut sich Oolong großer Beliebtheit.

Ken­ner kön­nen warten, mitunter jahre­lang

Dun­kler Oolong kann nicht nur recht lange gelagert wer­den, son­dern wird mit den Jahren auch bess­er. Denn wie manch­er Wein ent­fal­tet der Tee sein volles Geschmackspo­ten­tial oft erst mit der Zeit. Ab dem drit­ten Lager­jahr müssen die Blät­ter jährlich sorgfältig geröstet wer­den. Älter­er Oolong weist in der Regel kein Kof­fein mehr auf und ist daher noch magen­fre­undlich­er. Oolong kann übri­gens mehrmals aufgegossen wer­den.

Matcha

 

Fein­ster grün­er Tee in Form von Pul­ver

Matcha ist die älteste Art japanis­chen Tees und gilt als der König des grü­nen Tees. Nur ein Dutzend Her­steller ver­fügt über aus­re­ichende Ken­nt­nisse, aus den Blät­tern des Ten­cha Tee zu pro­duzieren. Dieser Tee wächst in schat­ti­gen Plan­ta­gen. Nach dem Ern­ten und Trock­nen wir mit Hil­fe von Gran­it-Mühlen ein sehr feines jade grünes Pul­ver erzeugt.

Tra­di­tioneller Weise wird das Pul­ver zur Zubere­itung von Tee ver­wen­det. Doch auch zum Kochen und Back­en eignet es sich. Das Pul­ver sorgt in den Speisen für einen inten­siv­en Geschmack und eine kräftige grüne Farbe. Als Matcha-Lat­te macht er langsam dem beliebten Kaf­fee-Lat­te Konkur­renz.

Die Inhaltsstoffe von Matcha sind vielfältig und noch reich­haltiger als in anderen Grü­nen Tees. Beispiel­sweise enthält er um ein hun­dert­fach­es mehr Cat­e­chine als üblich­er Grün­er Tee. Ihnen wird eine gesund­heits­fördernde Wirkung zugeschrieben. Auch Antiox­i­da­tien, die sich schützend auf Kör­perzellen auswirken sollen und somit als Anti-Aging-Wirk­stoff beze­ich­net wer­den, sind in ein­er sehr hoher Konzen­tra­tion vorhan­den. Der Gehalt von Tein liegt bei etwa zwei bis vier Prozent. In diesem Punkt unter­schei­det sich Matcha nicht von anderen Grün­tee-Sorten. Allerd­ings nimmt der Men­sch beim Trinken von Matcha das aufgelöste Pul­ver zu sich und somit auch eine höhere Konzen­tra­tion aller Inhaltsstoffe.

Für die Zubere­itung nutzt man tra­di­tionell eine Matcha-Schale, einen Bam­bus­löf­fel für die Dosierung und einen Bam­bus­be­sen zum Auf­schla­gen des Tees.

Das Pul­ver sollte möglichst frisch ver­braucht wer­den. Ange­broch­ene Dosen soll­ten Sie im Kühlschrank auf­be­wahren. So hält der Tee einige Wochen.

Weißer Tee

Die edel­ste Art, Tee zu trinken

Wenn Sie „Weiße Pfin­gstrose“ hören oder „Wassergeist“ oder „Sil­ber­nadel“, ist nicht von teuren Ren­npfer­den die Rede, son­dern von weißen Tee-Sorten. Sie gehören zu den wertvoll­sten Tees über­haupt.

Mit Han­dar­beit und Know-how zu einzi­gar­tigem Geschmack

Vielle­icht liegt es am Kaiser von Chi­na, der ihn schon vor über 3.000 Jahren als Mit­tel gegen die Sterblichkeit genoss. Ganz sich­er aber liegt es an Geschmack und aufwendi­ger Her­stel­lung, dass der weiße Tee zum Edel­sten gehört, was in eine Tasse gelan­gen kann. Das Pro­dukt ver­dankt seinen Namen dem sil­bri­gen Flaum, der die Knospen der Teep­flanze umgibt. Nur die geschlosse­nen Knospen eignen sich für die Her­stel­lung. Sie wer­den von Hand gele­sen und dann auf großen Sieben aus­ge­bre­it­et.

Bei kon­trol­liert­er Belüf­tung erfol­gt der natür­liche Welkprozess. Anschließend wer­den die Knospen vor­sichtig bei klein­er Hitze getrock­net. Sie dür­fen auf keinen Fall beschädigt wer­den, um Farbe und Aro­ma nicht zu beein­trächti­gen. Neben der Qual­ität der Ernte ist es diese scho­nende Ver­ar­beitung, die dem Weißen Tee sein unver­wech­sel­bar mildes Aro­ma ver­lei­ht.

Schme­ichelt dem Gau­men und stärkt die Abwehr.

Große Wirkung erzielt Weißer Tee nicht nur am Gau­men des Ken­ners, son­dern auch im Hin­blick auf sein Wohlbefind­en. Wie Grün­er Tee auch kann er anre­gend und beruhi­gend wirken. Fern­er besitzt er die gle­ichen abwehrstärk­enden Inhaltsstoffe, jedoch in weit höher­er Konzen­tra­tion. Für die Zubere­itung beacht­en Sie bitte all das, was auch für den Grü­nen Tee gilt. Vor allem sollte die Wassertem­per­atur nie über 80°C liegen.